Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Was Unternehmen wissen müssen

Ganzheitliches Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist heute ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen. Wer die Gesundheit, Motivation und Zufriedenheit seines Teams gezielt fördert, stärkt nicht nur das Employer Branding, sondern auch Produktivität und Bindung. 82 Milliarden Euro: So viel kosten krankheitsbedingte Fehlzeiten die deutsche Wirtschaft pro Jahr.

Gleichzeitig bewerten nur noch 54% der Beschäftigten ihr allgemeines Wohlbefinden als gut. Beides hängt zusammen, und beides wird zum Problem für Unternehmen, die nicht gegensteuern. Eine effektive Möglichkeit dafür: Corporate Wellbeing – ein Ansatz mit dem Ziel, Gesundheit, Motivation und Zufriedenheit ganzheitlich zu stärken. Was das für Ihr Unternehmen bedeutet und wo Sie als Arbeitgeber:in aktiv werden können, erfahren Sie hier.

Was bedeutet ganzheitliches Wohlbefinden am Arbeitsplatz?

Ganzheitliches Wohlbefinden bzw. Corporate Wellbeing geht weit über den ergonomischen Bürostuhl oder die Obstschale in der Küche hinaus. Es nimmt alle Faktoren in den Blick, die Leistungsfähigkeit, Motivation und Gesundheit der Belegschaft beeinflussen. Anders als klassische Gesundheitsförderung, die vor allem auf körperliche Aspekte zielt, betrachtet Corporate Wellbeing den Menschen als Ganzes: Wie belastbar ist jemand mental? Wie gut funktioniert das soziale Miteinander im Team? Gibt es Entwicklungsperspektiven? Und nicht zuletzt: Wie sieht es finanziell aus? 

Körperliches Wohlbefinden:

Bewegung, gesunde Verpflegung und ausreichend Erholung bilden das Fundament für alles Weitere.

Mentales Wohlbefinden:

Entscheidend ist der Umgang mit Stress und die Frage, ob Anforderungen und Ressourcen in einem gesunden Verhältnis stehen. Laut TK-Stressreport 2025 nennen nämlich 40% der Beschäftigten Anspannung im Job als größte Belastung für ihre psychische Gesundheit.

Soziales Wohlbefinden:

Gute Beziehungen im Team, ein respektvoller Umgang und das Gefühl, dazuzugehören. Führungskräfte spielen hier eine Schlüsselrolle.

Berufliches Wohlbefinden:

Sinnvolle Aufgaben, Entwicklungsmöglichkeiten und faire Bedingungen halten Fachkräfte im Unternehmen. Auch flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice spielen eine Rolle.

Finanzielles Wohlbefinden:

Ein angemessenes Gehalt und das Gefühl, sich keine Sorgen um die nächste Rechnung machen zu müssen, machen den Kopf frei für die eigentliche Arbeit. Steuerfreie Zusatzleistungen wie Tankgutscheine, Essensgutscheine oder Essenszuschüsse entlasten das Haushaltsbudget spürbar und sind eine gute Alternative zu Gehaltserhöhungen, ohne dass das Unternehmen hohe Lohnnebenkosten trägt.

Wichtig: Echtes Wohlbefinden braucht alle fünf Säulen. Wer körperlich fit ist, steckt Stress leichter weg. Wer sich im Team aufgehoben fühlt, bleibt auch in schwierigen Phasen motiviert. Und wer finanziell abgesichert ist, kann sich besser auf die Arbeit konzentrieren. Wenn Sie also hier als Unternehmer:in ganzheitlich ansetzen, bewegen Sie gleich mehrere Stellschrauben auf einmal. 

Warum zahlt sich Corporate Wellbeing für Unternehmen aus?

Ganzheitliches Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist nicht nur wichtig, sondern rechnet sich auch. Hier die wichtigsten Vorteile im Überblick: 

  • Fehlzeiten senken: Die eingangs genannten 82 Milliarden Euro zeigen, wie teuer krankheitsbedingte Ausfälle für die Wirtschaft sind. Besonders ins Gewicht fallen psychische Erkrankungen, mit durchschnittlich 28,5 Tagen pro Fall dauern sie deutlich länger als andere, und die Ausfälle in diesem Bereich sind in den letzten zehn Jahren um 43% gestiegen. Umso sinnvoller ist es, hier mit den richtigen Maßnahmen frühzeitig gegenzusteuern
  • Produktivität steigern: Laut einer Wellhub-Befragung unter 1.500 CEOs und Geschäftsführer:innen aus 10 Ländern berichten 97% der Befragten von einer Produktivitätssteigerung durch Wellbeing-Programme.
  • Positives ROI erzielen: Ein Drittel der befragten CEOs sehen laut derselben Befragung einen positiven Return on Investment.
  • Fachkräfte gewinnen88% der Beschäftigten geben laut der Studie „Der Status von Work-Life-Wellbeing 2025" von Wellhub an, dass ihnen das Wohlbefinden genauso wichtig wie das Gehalt ist. 86% ziehen bei der Jobsuche nur Arbeitgeber:innen in Betracht, die hier genug bieten. Und laut WTW Global Benefits Attitudes Survey 2024 von Willis Towers Watson haben sich 49% der Befragten wegen der angebotenen Zusatzleistungen für ihre aktuelle Stelle entschieden.
  • Mitarbeiter:innen binden: 61% der Beschäftigten bleiben eher bei einem Unternehmen, das ein überzeugendes Gesundheitspaket bietet, belegt der Howden-Report „Changing Face of Employee Health”. 73% der CEOs sehen laut der Wellhub-Befragung  eine höhere Mitarbeiter:innenbindung durch ihre Wellbeing-Programme. 

Wie misst man das Wohlbefinden von Mitarbeiter:innen?

Um gezielt handeln zu können, braucht es zunächst ein klares Bild der Ausgangslage. Und das ist wichtiger, als viele denken: 65% der Arbeitgeber:innen meinen laut WTW-Studie, dass ihre Angebote einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit leisten – bei den Beschäftigten sieht das nur ein Drittel so. Für eine realistische Einschätzung, wie die Lage in Ihrem Unternehmen ist, eignen sich verschiedene Ansätze:

  • Mitarbeiter:innenbefragungen: Anonyme Umfragen liefern direkte Einblicke in Stimmung und Bedürfnisse. Entscheidend ist, die Ergebnisse auch tatsächlich für Verbesserungen zu nutzen, sonst sinkt die Bereitschaft zur Teilnahme.
  • Fehlzeitenanalyse: Die Entwicklung von Krankheitstagen und deren Ursachen gibt Hinweise auf mögliche Problemfelder. Ein Anstieg psychischer Erkrankungen etwa kann auf erhöhte Belastungen hindeuten.
  • FluktuationsrateHäufige Abgänge können ein Zeichen für Unzufriedenheit sein. Austrittsgespräche liefern hier wertvolle Informationen.
  • Nutzungsdaten von Angeboten: Wie viele Beschäftigte nehmen Wellbeing-Angebote tatsächlich in Anspruch? Geringe Nutzung kann bedeuten, dass die Maßnahmen nicht zu den Bedürfnissen passen.

Wie steht es aktuell um das ganzheitliche Wohlbefinden an deutschen Arbeitsplätzen?

Immer mehr Unternehmer:innen erkennen, wie wichtig das Wohlbefinden  ihrer Belegschaft ist. Dennoch gibt es im Moment noch Luft nach oben: Im Vergleich zum Vorjahr (63%) ist der Anteil der Beschäftigten, die ihr Wohlbefinden als gut bewerten, laut der Wellhub-Studie „Work-Life-Wellbeing 2025" wie erwähnt auf 54% gesunken. Auch beim mentalen Wohlbefinden ging es ähnlich bergab: von 57% auf 54%. Woher kommt das? Laut Stressreport der Techniker Krankenkasse 2025  fühlen sich 66% der Menschen in Deutschland häufig oder manchmal gestresst. Bei den 18- bis 39-Jährigen sind es sogar 83 % – und  42 % fühlen sich durch ihre Tätigkeit oft abgearbeitet oder verbraucht. Neben der bereits genannten Anspannung im Job belasten vor allem schlechter Schlaf (44 %), zu wenig Bewegung (30 %), Sorgen wegen der Inflation (30%) und ungesunde Ernährung (26 %).

Was tun Arbeitnehmer:innen gegen Stress? Sie setzen auf Sport und Bewegung (59 %), mehr Schlaf (56 %), Zeit mit Freund:innen und Familie (47 %) und gesunde Ernährung (46 %). Für Arbeitgeber:innen  ein klarer Hinweis, wo Benefits ansetzen sollten.

Wie können Unternehmen Corporate Wellbeing konkret umsetzen?

 

 

Ob Bewegung, mentale Gesundheit, Ernährung oder finanzielle Entlastung: Am Ende zählt, dass das Angebot zur Belegschaft passt. Je größer die Auswahl, desto höher die Nutzung und desto spürbarer die Wirkung auf ZufriedenheitFehlzeiten und Produktivität.

Pluxee-Tipp: Mit Pluxee Wellbeing lässt sich das einfach umsetzen. Ihre Mitarbeiter:innen erhalten  Zugang zu über 13.000 Partnern deutschlandweit, von Fitnessketten bis zu Apps wie Headspace oder Strava. Unternehmen zahlen einen festen Betrag pro Kopf, und die Verwaltung übernimmt Pluxee. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten!

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Steuerfreier Sachbezug

Die Benefits Card ist das ideale Instrument, damit Unternehmen ihrer Belegschaft den steuerfreien Sachbezug von bis zu 50 Euro im Monat und Person gewähren können.

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Bewegung auf dem Arbeitsweg, gut fürs Budget und fürs Klima: Pluxee Bike macht den Umstieg aufs Rad einfach.

Essenszuschuss

Der Restaurant Gutschein ist ein Essensgutschein oder Essensmarke, der eine steuerbegünstigte Verpflegung für Unternehmen ermöglicht.

Fazit: Ganzheitliches Wohlbefinden zahlt sich aus – für alle

Höhere Produktivität, weniger Krankheitstage, mehr Motivation: Corporate Wellbeing ist kein “Nice-to-have”, sondern schlägt sich direkt  in Ihren Zahlen nieder – und lohnt sich daher gleich in doppelter Hinsicht. Doch keine Sorge: Sie müssen nicht gleich alles umkrempeln, um das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter:innen zu verbessern –  vielmehr kommt es darauf an, dass das Angebot auch zu den Bedürfnissen Ihres Teams passt. Denn so können auch vermeintlich simple Maßnahmen bereits viel bewirken.

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