Sachbezugs-Anbieter in Deutschland: Vergleich, Auswahlkriterien und Kosten

Sachbezugs-Anbieter unterstützen Unternehmen dabei, steuerbegünstigte Sachbezüge rechtssicher und mit geringem Verwaltungsaufwand als Benefit bereitzustellen. Je nach Lösung übernehmen sie die Verwaltung, Ausgabe und Abrechnung von Sachbezügen und helfen dabei, interne Prozesse zu vereinfachen.

Bei der Auswahl eines Sachbezugs-Anbieters sollten Unternehmen neben dem Leistungsumfang auch Einlösemöglichkeiten, Nutzerfreundlichkeit, Verwaltungsaufwand und die Integration in bestehende Systeme berücksichtigen. Auf dieser Seite vergleichen wir gängige Sachbezugs-Anbieter in Deutschland und zeigen die wichtigsten Kriterien für eine fundierte Anbieterwahl.

Sachbezug-Anbieter im Überblick

Das Wichtigste im Überblick

  • Unter Sachbezügen versteht man freiwillige, nicht-monetäre Zusatzleistungen, die Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeiter:innen zusätzlich zum Gehalt gewähren können. Zu den bekanntesten Formen zählen der 50-Euro-Sachbezug, Gutscheine und Sachbezugskarten sowie weitere steuerbegünstigte Benefits wie Essenszuschüsse, Jobtickets oder Diensträder.
  • Sachbezug-Anbieter sind Dienstleister, die Sachbezüge bereitstellen (meist als Gutschein oder Karte) und Unternehmen bei der Einführung und Verwaltung unterstützen. In der Regel bieten sie ein breites Produktportfolio, aus dem Unternehmen die passenden Leistungen auswählen können, manche fokussieren sich aber auch auf eine Einzelleistung.
  • Beliebte Anbieter von Sachbezügen auf dem deutschen Markt sind Edenred, Pluxee, Givve, guud, Belonio, Probonio und Hrmony.
  • Die Produkte der jeweiligen Anbieter unterscheiden sich vor allem in Art der Ausgabe (Gutschein / Karte), Einlösemöglichkeiten (fixes Partnernetz, regionale Begrenzung), Verwaltungsaufwand und die Möglichkeit, den Benefit in bestehende Strukturen und Tools zu integrieren.

Was sind Anbieter für Sachbezüge?

Anbieter für Sachbezüge sind Dienstleister, Kartenanbieter oder digitale Plattformen, die Unternehmen dabei helfen, den Sachbezug als Mitarbeiter-Benefit einzuführen und benutzerfreundlich sowie steuerlich optimal zu gestalten. 
Zu den häufigsten Formen des Sachbezuges zählen:

Ausgegeben werden die Leistungen meist als Einzelleistung oder als Teil eines umfassenden Multi-Benefit-Pakets, das mehrere einzelne Zusatzleistungen vereint. Viele Anbieter setzen außerdem auf Prepaid-Karten von großen Zahlungsanbietern, etwa Visa oder Mastercard. Diese können oft bei Unternehmen eingelöst werden, die auch deren reguläre Zahlungskarten akzeptieren – unabhängig davon, ob sie Partner des jeweiligen Benefit-Anbieters sind. 

Warum sollten Unternehmen auf Sachbezugs-Anbieter setzen?

Spezialisierte Sachbezugs-Anbieter unterstützen Unternehmen bei der Einführung, Verwaltung und rechtssicheren Umsetzung dieser Benefits. Dadurch lassen sich administrative Aufwände reduzieren und steuerliche Anforderungen einfacher erfüllen. 

Gerade für HR-Verantwortliche und Entscheider:innen bieten digitale Lösungen die Möglichkeit, Sachbezüge effizient bereitzustellen und gleichzeitig die Nutzung sowie Akzeptanz im Unternehmen transparent nachzuvollziehen.

Anbieter-Vergleich: Produkte, Ausgabeformen und Einsatzbereiche

Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl bekannter Sachbezugs-Anbieter in Deutschland und vergleicht deren Produkte, Ausgabeformen und Einsatzbereiche. Sie dient der ersten Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Welcher Anbieter am besten zu Ihrem Unternehmen passt, hängt von Ihren individuellen Anforderungen und Rahmenbedingungen ab.

 

Sachbezugs-Anbieter im Vergleich: Produkte, Ausgabeformen & Einsatzbereiche
Anbieter Produkt Ausgabeform Einführung/Verwaltung Besonders geeignet für
Edenred Edenred Sachbezug, Edenred City digitale Gutscheine, Karte mit festem Akzeptanznetzwerk (Prepaid-Mastercard) Digitales Portal, Integration in bestehende Tools möglich (z. B. DATEV), App für Mitarbeiter:innen Unternehmen, die mit einer etablierten Lösung starten oder die Basis für ein umfassendes Angebot legen möchten
Pluxee Pluxee Benefits Card (Sachbezugskarte) Karte mit festem Akzeptanznetzwerk (Prepaid-Visa) Digitales Portal, Integration in bestehende HRIS-Systeme möglich (Pluxee Easy Load: Personio, HiBob, sage, deel, factorial,  bambooHR und weitere ), App für Mitarbeiter:innen Unternehmen aller Größen und Branchen, die den Sachbezug digital umsetzen oder als Teil einer umfassenden Benefit-Lösung etablieren möchten
givve givve Card Sachbezug Karte (Prepaid-Mastercard) Digitales Portal (givve Hub), Integration in bestehende Systeme möglich (z. B. über givve API), App für Mitarbeiter:innen Unternehmen, die einen Fokus auf ein regionales Akzeptanznetzwerk legen möchten
Spendit SpenditCard Karte (Prepaid-Visa), einlösbar innerhalb einer bestimmten Region

Digitales Portal (Spendit Portal), App für Mitarbeiter:innen

 

 

Firmen mit mehreren Niederlassungen, die unabhängig vom Standort auf dasselbe Produkt setzen möchten
Belonio digitale Gutscheine, Belonio Card digitale Gutscheine, Karte mit regionalem Netz an Einlösestellen (Prepaid-Mastercard) Digitales Portal (Belonio Cockpit) Unternehmen, die mit dem Sachbezug gezielt regionale Betriebe fördern möchten
guud digitale Gutscheine, Belonio Card digitale Gutscheine, Karte mit regionalem Netz an Einlösestellen (Prepaid-Mastercard) Digitales Portal (Belonio Cockpit) Unternehmen, die mit dem Sachbezug gezielt regionale Betriebe fördern möchten
Hrmony Hrmony Sachbezug, HelloBonnie digitale Gutscheine für fixe Partner, Karte (Prepaid-Mastercard) Digitales Portal (HelloBonnie Dashboard), Integration von HR-Systemen und Export in Lohnbuchhaltung möglich (z. B. SAP, Sage, Personio), App für Mitarbeiter:innen Firmen, die klassische Gutscheine möglichst effizient mit digitalen Möglichkeiten verbinden möchten
PayCenter Sachbezugskarte Karte (Prepaid-Mastercard) Digitales Portal für Arbeitgeber, Integration in Lohnabrechnungssysteme möglich, App für Mitarbeiter:innen Unternehmen, die Benefits mit anderen Zahlungsleistungen verknüpfen möchten

Welche Anbieter für Sachbezüge gibt es in Deutschland?

Zu den gängigen Ansprechpartnern für Sachbezüge auf dem deutschen Markt zählen u.a. Edenred, Pluxee, Belonio, Spendit, Probonio, givve, guud, PayCenter und Hrmony. 

Hier alle Anbieter im Detail:

Edenred

Internationaler Anbieter mit einem breiten Angebot an unterschiedlichsten Benefits. Der Sachbezug wird primär über digitale oder physische Gutscheine geregelt, zusätzlich ist auch die regionale Gutscheinkarte Edenred City erhältlich.

Produkt: Edenred Sachbezug, Edenred City (Prepaid-Mastercard)

Geeignet für: Unternehmen, die einen erfahrenen Partner im Bereich Sachbezug suchen, ihre Benefit-Palette aber auch unkompliziert erweitern möchten.

Pluxee

Pluxee ist ein international tätiger Anbieter von Mitarbeiterbenefits. Das Unternehmen ging aus der früheren Sodexo Benefits and Rewards Services hervor und unterstützt Arbeitgeber:innen weltweit bei der Bereitstellung attraktiver Benefits für ihre Mitarbeiter:innen. Im Bereich Sachbezug bietet Pluxee eine Sachbezugskarte an. Darüber hinaus umfasst das Angebot weitere modulare Benefits wie Essenszuschüsse, Diensträder oder Fitness- und Wellbeing-Lösungen für Mitarbeiter:innen. 

Produkt: Pluxee Benefits Card (Prepaid-Visa)

Geeignet für: Arbeitgeber:innen, die mit einem Sachbezug starten, ihr Angebot aber perspektivisch ausbauen möchten – und das möglichst einfach. 

givve

givve ist ein Anbieter aus München, der zur französischen Upcoop-Gruppe gehört. Der Sachbezug wird über eine Prepaid-Mastercard geregelt. Diese kann innerhalb einer frei wählbaren Region bei allen Mastercard-Akzeptanzstellen zum Bezahlen verwendet werden – unabhängig davon, ob diese auch givve-Partner sind.

Produkt: givve Card Sachbezug (Prepaid-Mastercard)

Geeignet für: Unternehmen, die auf Regionalität setzen, ihren Mitarbeiter:innen aber parallel möglichst viel Flexibilität bieten möchten.

Spendit

Spendit ist ein Münchner Unternehmen, das unterschiedlichste Benefit-Lösungen im Portfolio hat, darunter auch den Sachbezug. Dieser wird über eine Karte abgewickelt, die sich mit unterschiedlichen Modulen konfigurieren lässt (z. B. Modul „Sachbezug 50“ für den klassischen 50 €-Sachbezug, Modul „Celebrate“ für den 60 €-Sachbezug für Geschenke)

Produkt: SpenditCard (Prepaid-Visa)

Geeignet für: Firmen, die mehrere Formen des Sachbezugs auf einer praktischen Karte vereinen und ihr Benefit-Portfolio perspektivisch noch erweitern möchten.

Belonio

Digitale Plattform aus Deutschland, die mehrere Benefit-Leistungen zentral bündelt. Der Sachbezug wird über digitale Gutscheine für fixe Partner oder eine regional begrenzte Gutscheinkarte geregelt.

Produkte: digitale Gutscheine, Belonio Card

Geeignet für: Unternehmen mit mehreren Standorten, die dennoch auf regionale Einlösemöglichkeiten setzen möchten.

Probonio

Digitale Multi-Benefits-Plattform, die Sachbezüge in zwei Formen bereitstellt: Als digitale Gutscheine für fixe Einlösestellen oder als aufladbare Prepaid-Mastercard, mit der bei Mastercard-Akzeptanzstellen bezahlt werden kann.

Produkte: digitale Gutscheine, Probonio Sachbezugskarte (Prepaid-Mastercard)

Geeignet für: Unternehmen, die auf eine komplett digitale Lösung und/oder ein möglichst breites Akzeptanznetzwerk setzen möchten. 

guud

Benefit-Anbieter aus München, der den Sachbezug über Gutscheinkarten in zwei Variationen regelt: Die guudcard Flex kann bei allen Visa-Akzeptanzstellen innerhalb einer Region eingelöst werden, die guudcard Impact ist gezielt auf Unternehmen beschränkt, die anhand von ESG-Nachhaltigkeitskriterien überprüft wurden (z. B. Biomärkte, Fair-Fashion-Shops).

Produkte: guudcard Flex, guudcard Impact (Prepaid-Visa)

Geeignet für: Unternehmen, die beim Sachbezug zusätzlich auf Regionalität und Nachhaltigkeit setzen möchten.

Hrmony

Hrmony ist ein deutscher Multi-Benefit-Anbieter, der den Sachbezug über die Gutscheinkarte HelloBonnie regelt. Diese wird in Zusammenarbeit mit Mastercard ausgegeben und ist für alle Mastercard-Einlösestellen innerhalb der festgelegten Region(en) gültig.

Produkte: HelloBonnie (Prepaid-Mastercard)

Geeignet für: Unternehmen, die den Sachbezug als Teil eines umfassenden Benefit-Pakets einführen und dieses möglichst effizient verwalten möchten.

PayCenter

Ursprünglich ein E-Geld-Institut aus der Nähe von München, bietet aber auch Zahlungskarten an. Der Sachbezug wird über eine Prepaid-Mastercard geregelt, die entweder innerhalb einer bestimmten Region oder bei einem bestimmten Netz an Händlern eingelöst werden kann.

Produkte: Sachbezugskarte (Prepaid-Mastercard)

Geeignet für: Unternehmen, die den Sachbezug als Einzelleistung einführen und den Fokus nicht unbedingt auf eine Multi-Benefits-Lösung legen möchten.

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Checkliste: Was müssen Unternehmen beim Einführen vom Sachbezug als Benefit beachten?

Bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden, sollten Sie die zentralen Anforderungen Ihres Unternehmens definieren und Kriterien wie Einlösestellen, Verwaltungsaufwand oder Reporting-Möglichkeiten beachten. 

Hier die wichtigsten im Überblick:

Einlösemöglichkeiten & Akzeptanznetzwerk

Ein Sachbezug zeigt nur dann Wirkung, wenn Mitarbeiter:innen ihn auch unkompliziert nutzen können. Deswegen sollten Sie unbedingt bedenken, wo und wie das Guthaben eingelöst werden kann – etwa nur in einer bestimmten Region oder bei einem festen Netz an Akzeptanzpartnern. 

Relevante Fragen für Arbeitgeber:innen:

  • Wie wichtig ist ein breites Netzwerk an Akzeptanzstellen bzw. Einlösemöglichkeiten?
  • Wie viele Akzeptanzstellen gibt es insgesamt und befinden sich diese in der Nähe Ihrer Mitarbeiter:innen?
  • Deckt das Akzeptanznetzwerk vielfältige Kategorien ab? (z. B. Supermärkte, Tankstellen, Drogerien & Co.)
  • Gibt es regionale oder andere Begrenzungen? (z. B. nur vor Ort oder auch online einlösbar)

Nutzung für Mitarbeiter:innen

Damit der Sachbezug häufig genutzt wird, sollte er im alltäglichen Leben möglichst einfach zu verwenden sein. Etabliert haben sich vor allem physische bzw. virtuelle Karten mit einem festen Guthaben, das von Mitarbeiter:innen einfach zum Bezahlen verwendet werden kann.

Relevante Fragen für Arbeitgeber:innen:

  • Welche Ziele möchten Sie mit dem Sachbezug erreichen? 
  • Wie viele Mitarbeiter:innen sollen den Benefit erhalten? 
  • Wie können Mitarbeiter:innen den Benefit einlösen? (z. B. Karte, physischer oder virtueller Gutschein)
  • Können Mitarbeiter:innen ihr aktuelles Guthaben einsehen?
  • Wie aufwändig ist der Start für Mitarbeiter:innen, welchen Support braucht es dabei?
  • Was passiert bei Kartenverlust oder technischen Problemen, gibt es seitens des Anbieters eine Anlaufstelle dafür?

Verwaltungsaufwand

Für Unternehmen sollte der Sachbezug möglichst unkompliziert zu handhaben sein – idealerweise laufen Verwaltung, monatliche Aufladung und Co. über eine zentrale Plattform. Achten Sie zudem darauf, ob die Software des Anbieters mit bestehenden HR-Tools in Ihrem Unternehmen (z. B. DATEV oder Personio) kompatibel ist, das macht die Verwaltung noch einen Schritt einfacher.
 

Relevante Fragen für Arbeitgeber:innen:

  • Wie aufwändig ist die Implementierung der gewünschten Lösung?
  • Benötigen Sie Schnittstellen zu bestehenden HR- oder Lohnsystemen? 
  • Wie erfolgt die monatliche Aufladung, manuell oder automatisiert?
  • Wie viele interne Ressourcen stehen für die laufende Verwaltung zur Verfügung?
  • Wie wichtig ist Ihnen ein persönlicher Kundenservice? 

Erweiterungsmöglichkeiten

Der Sachbezug ist ein beliebtes „Einstiegsmodell“ in die Welt der Benefits und wird später gerne mit anderen Leistungen wie Essenszuschuss, Wellbeing & Co. kombiniert. Falls das auch für Sie interessant ist, lohnt sich schon von Beginn an eine Zusammenarbeit mit einem Anbieter, der ein größeres Portfolio statt nur einzelne Leistungen abdeckt.

Relevante Fragen für Arbeitgeber:innen:

  • Soll die Lösung später um weitere Benefits modular erweitert werden können? 
  • Können weitere Benefits (z. B. Essenszuschuss, Mobilität, Geschenke) grundsätzlich über denselben Anbieter bzw. dieselbe Plattform laufen?
  • Welche zusätzlichen Benefits hat der Anbieter im Portfolio?
  • Können weitere Benefits schrittweise ergänzt werden oder ist direkt zu Beginn eine Entscheidung nötig?

Daten & Reporting

Damit Sie sehen, wie der Sachbezug in Ihrem Unternehmen genutzt wird, sollte der Anbieter auch einen Einblick in konkrete Nutzungsdaten bereitstellen. Diese sind eine wichtige Basis für die Entscheidungsfindung und einen möglichen Ausbau des Benefit-Angebots in der Zukunft.

Relevante Fragen für Arbeitgeber:innen:

  • Welche Reporting- und Auswertungsmöglichkeiten benötigen Sie?
  • Welche Nutzungsdaten stehen Ihnen beim jeweiligen Anbieter zur Verfügung? (z. B. Nutzungsquoten, offene Guthaben)
  • Wie aufwändig ist es, auf diese Daten zuzugreifen; sind automatisierte Reportings möglich?
  • Wie ist der Datenschutz geregelt und erfolgt die Abwicklung DSGVO-konform?

Rechtliche Grundlagen / ZAG-Konformität

Damit ein Sachbezug steuerfrei gewährt werden kann, muss er zusätzlich zum monatlichen Gehalt gewährt werden, darf nicht in Bargeld umwandelbar sein und die monatliche Freigrenze von 50 € nicht überschreiten. Für Sachbezüge, die in Form eines Gutscheins oder einer Karte ausgegeben werden, gelten zudem die Bestimmungen des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG). Dieses legt fest, dass ein Gutschein bzw. eine Karte als Sachbezug (und nicht als zu versteuernde Geldleistung) gilt, wenn das Produkt eines der drei folgenden Merkmale erfüllt:

  • Limitiertes Netz: Das Produkt kann nur bei einem begrenzten Netz an Akzeptanzstellen eingelöst werden (z. B. durch regionale Begrenzung oder ein fixes Akzeptanznetzwerk). 
  • Limitiertes Sortiment: Das Produkt ist nur für eine klar abgegrenzte Art der Leistung einlösbar (z. B. Bücher- oder Tankgutschein).
  • Steuerlicher/Sozialer Zweck: Das Produkt ist für einen klar definierten sozialen oder steuerlichen Zweck nutzbar (z. B. als Essenszuschuss)

Werden diese Kriterien nicht erfüllt, sind die Gutscheine bzw. Karten als Geldbezüge zu sehen – und damit voll zu versteuern. 

Tipp: Mehr zum Thema finden Sie in unserem umfassenden Beitrag zu rechtlichen Voraussetzungen für den steuerfreien Sachbezug!

Warum lohnen sich digitale Sachbezugs-Lösungen für Unternehmen?

Digitale Produkte wie virtuelle Gutscheine, digitale Karten oder Wallet-Lösungen haben sich als Standard für die Verwaltung von Sachbezügen etabliert, da sie mehrere Vorteile bieten, etwa effizientere Verwaltung oder vielfältigere Einsatzmöglichkeiten. 

Hier die wichtigsten Vorteile für Sie als Arbeitgeber:inim Überblick:

  • Einfach implementierbar 
  • Geringerer Verwaltungsaufwand 
  • automatisierte Aufladungen 
  • einfache Skalierbarkeit 
  • hohe Benutzer- und Alltagstauglichkeit

Auch Mitarbeiter:innen profitieren von digitalen Lösungen, da der Benefit so immer mit dabei ist und im Alltag flexibel eingesetzt werden kann – so ergibt sich eine einfache und spürbare Unterstützung bei steigenden Lebenshaltungskosten. 

Welcher Sachbezugs-Anbieter passt zu Ihrem Unternehmen?

Der optimale Sachbezugs-Anbieter hängt von den individuellen Anforderungen Ihres Unternehmens ab.

Während einige Arbeitgeber:innen insbesondere Wert auf eine einfache Einführung legen, stehen für andere die Integration bestehender HR-Systeme, ein großes Akzeptanznetzwerk oder die Erweiterbarkeit auf weitere Benefits im Vordergrund. Hier ein Überblick, worauf Unternehmen unterschiedlicher Größe achten sollten: 

Kleine Unternehmen

Schnelle Einführung bei geringem Verwaltungsaufwand » digitale Lösung mit einfacher Implementierung & klaren Prozessen

Mittelständische Unternehmen

Skalierbare Lösungen » Automatisierung, Reporting & Anbindung an bestehende HR-/Payroll-Systeme

Unternehmen mit mehreren Standorten

Verteilte Teams benötigen bundesweites Akzeptanznetzwerk » das und eine digitale Verwaltung erleichtern die Einführung

Fokus auf Nachhaltigkeit oder Regionalität

Unternehmen, die Wert auf lokale Händler legen » nachhaltige Produkte oder regionale Akzeptanzpartner

Unternehmen mit langfristiger Benefit-Strategie

Für Unternehmen, die erst starten & ihr Angebot später erweitern, lohnen sich Anbieter mit breitem Produktportfolio.

Welche Kosten fallen bei einem Sachbezugs-Anbieter an?

Die Kosten für die Einführung eines Sachbezugs hängen vom gewählten Sachbezugs-Anbieter, der Anzahl der Mitarbeiter:innen und dem gewünschten Leistungsumfang ab. Typische Kostenbestandteile sind:

  • Ausgabepreis für Karten oder Gutscheinen 
  • Verwaltungs- und Servicegebühren 
  • Zusatzleistungen wie Reporting oder Schnittstellen mit bestehender Software
  • Persönlicher Support 

Entscheidend ist jedoch nicht nur der Preis. Ein guter Sachbezugs-Anbieter reduziert den Verwaltungsaufwand, automatisiert Prozesse und entlastet Personal- sowie Lohnbuchhaltungsteams.

Deshalb sollten Arbeitgeber:innen nicht nur die direkten Kosten betrachten, sondern den gesamten Aufwand für Verwaltung, Abrechnung und Betreuung berücksichtigen. Die wirtschaftlichste Lösung ist häufig diejenige, die den größten Mehrwert bei möglichst geringem Verwaltungsaufwand bietet.

Auf die individuelle Passung achten

Fazit: Den perfekten Sachbezug-Anbieter gibt es nicht

Sie merken: Die Auswahl an Anbietern für Sachbezüge ist groß und alle haben ihre ganz individuellen Besonderheiten. Eine pauschale Ideallösung für alle Unternehmen gibt es deshalb nicht. Für Arbeitgeber:innen lohnt es sich daher, unterschiedliche Möglichkeiten zu vergleichen und auf zentrale Kriterien wie die Art des Produkts, die Ausgabeform, das Einlösenetz und Co. So finden Sie heraus, welches Produkt am besten zu Ihrem Unternehmen und den Bedürfnissen Ihres Teams passt.

FAQ: Häufige Fragen zu Sachbezugs-Anbietern

Welche Sachbezugs-Anbieter gibt es in Deutschland?

Zu den bekanntesten Sachbezugs-Anbietern in Deutschland zählen unter anderem Pluxee, Edenred, givve, Spendit, Belonio, Probonio, guud, PayCenter und Hrmony. Die Anbieter unterscheiden sich beispielsweise hinsichtlich ihrer Ausgabeformen, Einlösemöglichkeiten, des Verwaltungsaufwands, der verfügbaren Zusatzleistungen sowie der Integration in bestehende HR- und Payroll-Systeme. 
 

Welcher Sachbezugs-Anbieter ist der beste?

Einen allgemein besten Sachbezugs-Anbieter gibt es nicht. Welche Lösung am besten geeignet ist, hängt von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens ab. Wichtige Auswahlkriterien sind unter anderem Bedarf, Kosten, Nutzerfreundlichkeit, Einlösenetzwerk, Integrationsmöglichkeiten, Support sowie der administrative Aufwand für Personalabteilung und Lohnbuchhaltung. 
 

Was ist ein Sachbezugs-Anbieter?

Ein Sachbezugs-Anbieter unterstützt Unternehmen dabei, steuerbegünstigte Sachbezüge für Mitarbeiter:innen bereitzustellen. Je nach Lösung übernimmt der Anbieter die Ausgabe, Verwaltung und Abrechnung der Benefits und stellt beispielsweise Sachbezugskarten, Gutscheine oder digitale Benefit-Plattformen zur Verfügung. 
 

Welche Kosten fallen bei einem Sachbezugs-Anbieter an?

Die Kosten eines Sachbezugs-Anbieters variieren je nach Leistungsumfang, Unternehmensgröße und gewählter Lösung. Typische Kostenbestandteile sind Verwaltungs- und Servicegebühren, die Ausgabe von Karten oder Gutscheinen, die technische Einrichtung sowie optionale Zusatzleistungen wie Reporting, Schnittstellen oder persönlicher Support. Bei der Auswahl sollten Unternehmen neben dem Preis auch den langfristigen Verwaltungsaufwand berücksichtigen. 
 

Welche Anbieter unterstützen die steuerfreie Sachbezugsfreigrenze von 50 €?

Die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 50 € ist eine gesetzliche Regelung und nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden. Grundsätzlich können verschiedene Sachbezugs-Anbieter Lösungen bereitstellen, die Unternehmen bei der Nutzung dieser Freigrenze unterstützen. Entscheidend ist, dass die jeweilige Lösung die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. 
 

Welche digitalen Lösungen bieten Sachbezugs-Anbieter an?

Viele Sachbezugs-Anbieter stellen ihre Leistungen vollständig oder teilweise digital bereit. Dazu gehören insbesondere:

  • digitale Gutscheine 
  • virtuelle Sachbezugskarten für mobile Wallets 
  • digitale Benefit-Portale zur Verwaltung von Mitarbeiterleistungen

Welche Funktionen verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Anbieter und Produktangebot ab. 
 

Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl eines Sachbezugs-Anbieters achten?

Bei der Auswahl eines Sachbezugs-Anbieters sollten Unternehmen neben den Kosten insbesondere auf die Nutzerfreundlichkeit, den Verwaltungsaufwand, die Größe des Akzeptanznetzwerks, den Support sowie die Integration in bestehende Systeme achten. Ebenso wichtig ist die Frage, ob die Lösung mit den Anforderungen des Unternehmens mitwachsen und künftig um weitere Benefits erweitert werden kann. 

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Welche Benefits von Pluxee bieten den größten Mehrwert für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter:innen? Lassen Sie sich individuell zu Sachbezug, Essenszuschuss, Mobilität, Firmenfitness und weiteren Lösungen beraten.

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