Gesundheit und Wellbeing im Homeoffice: Warum Ihr Unternehmen davon profitiert

Rund 45 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten inzwischen zumindest teilweise von zu Hause (Quelle: DGUV Barometer Arbeitswelt 2025) – und für die meisten ist genau das ein Pluspunkt: Mehr Flexibilität, weniger Pendelwege und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben machen Homeoffice zu einem der gefragtesten Benefits überhaupt.

Unternehmen, die das Arbeiten von zu Hause ermöglichen, haben im Wettbewerb um Fachkräfte einen klaren Vorteil. Damit dieser Vorteil langfristig trägt, braucht es allerdings den richtigen Rahmen: Denn wo Arbeitsplatz und Zuhause verschmelzen, können Grenzen verschwimmenBewegung zu kurz kommen und soziale Kontakte seltener werden. Wer als Arbeitgeber:in frühzeitig auf Gesundheit und Wellbeing im Homeoffice achtet, schützt nicht nur die Belegschaft, sondern macht das eigene Homeoffice-Angebot erst richtig wirksam. Wo die größten Risiken liegen, welche Maßnahmen wirken und warum sich das für Ihr Business lohnt, erfahren Sie hier.

Was bedeutet Gesundheit und Wellbeing im Homeoffice?

Gesundheit und Wellbeing im Homeoffice umfassen alles, was Ihre Beschäftigten brauchen, um auch abseits des Büros körperlich und psychisch gesund arbeiten zu können. Körperlich heißt das: ein Arbeitsplatz, der den Rücken nicht ruiniert, und genug Bewegung trotz wegfallender Alltagswege. Psychisch heißt das: klare Grenzen zwischen Job und Privatleben, soziale Einbindung trotz räumlicher Distanz und Zugang zu Unterstützungsangeboten, bevor aus Belastung Überlastung wird. Auf viele dieser Faktoren können Sie als Arbeitgeber:in direkt Einfluss nehmen, und genau das lohnt sich: Unternehmen, die in gesundes Arbeiten investieren, senken ihre Fehlzeitensteigern die Produktivität und halten eine Belegschaft, die sowohl im Office als auch remote voll leistungsfähig bleibt.

Warum lohnt sich Gesundheit im Homeoffice für Unternehmen?

Zunächst die gute Nachricht: Homeoffice kann ein echter Vorteil sein. Laut einer Studie der Universität Konstanz zeigen Beschäftigte im Homeoffice ein höheres Commitment als ihre Kolleg:innen vor Ort (52,1 gegenüber 43,8 Prozent), und für mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer:innen ist die Homeoffice-Möglichkeit ein entscheidendes Kriterium bei der Jobwahl. Diesen Vorteil verspielen Sie aber, wenn die gesundheitlichen Rahmenbedingungen nicht stimmen. Und das hat direkte Auswirkungen auf Ihre Zahlen:

Fehlzeiten kosten Sie bares Geld: Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) verursachen krankheitsbedingte Ausfälle in Deutschland jährlich Verluste von über 82 Milliarden Euro. Ein großer Anteil davon geht auf Rückenbeschwerden und psychische Erkrankungen zurück, also genau die Probleme, die im Homeoffice besonders häufig auftreten. Pro Fehltag rechnet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin mit Kosten von durchschnittlich 300 Euro pro Person. Das summiert sich.

Auch wer arbeitet, ist nicht automatisch produktiv: Nicht jede Belastung führt gleich zur Krankmeldung. Viele Beschäftigte sitzen mit Verspannungen, Kopfschmerzen oder Erschöpfung vor dem Bildschirm und liefern nur einen Bruchteil dessen, was sie eigentlich könnten. Laut iga.Report 28 sind die Produktivitätsverluste durch solches „Durchschleppen" sogar größer als durch tatsächliche Krankheitstage. Das ist Geld, das Ihnen leise verloren geht.

Prävention ist günstiger als Reparatur: Betriebliche Gesundheitsförderung klingt nach Aufwand, spart aber unterm Strich Geld. Eine Auswertung von über 80 Studien durch die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) zeigt: Unternehmen, die in die Gesundheit ihrer Beschäftigten investieren, sparen im Schnitt das 2,7-Fache dieser Investition wieder ein, vor allem durch weniger Ausfälle. Ein Ergonomie-Zuschuss von 200 Euro ist also deutlich günstiger als wochenlange Rückenbeschwerden und die damit verbundenen Fehlzeiten.

Gesundheitsangebote sind ein Top-Argument im Recruiting: Laut dem Wellhub Work-Life-Wellbeing Report 2025 ist für 88 Prozent der Beschäftigten das Thema Wohlbefinden genauso wichtig wie das Gehalt. Und 86 Prozent geben an, dass sie bei der Jobwahl gezielt auf Wellbeing-Angebote achten. Wer hier zu wenig vorzuweisen hat, verliert im Bewerbungsprozess gegen Unternehmen, die etwas bieten.

Aktuelle Lage in Deutschland: Wie steht es wirklich um die Gesundheit im Homeoffice?

So weit die Theorie. In der Praxis sieht es bei vielen Unternehmen allerdings anders aus: Der Laptop auf dem Küchentisch, die durchgearbeitete Mittagspause, weniger Bewegung durch den fehlenden Weg zur Arbeit. Für viele Beschäftigte bringt das Homeoffice nicht nur Flexibilität, sondern auch handfeste Gesundheitsrisiken mit sich. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit bewegen sich 71 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice weniger als vor Ort, 44 Prozent sogar deutlich weniger. Ein Grund dafür: Viele Unternehmen lassen das Thema schlicht unter den Tisch fallen. Das DGUV Barometer Arbeitswelt 2025 zeigt, dass Themen wie Bewegungsmangel oder richtige Beleuchtung nur ein Drittel der Homeoffice-Beschäftigten erreichen. Über ergonomisches Arbeiten wird gerade einmal die Hälfte informiert. Und 40 Prozent erhalten überhaupt keine Hinweise zum gesunden Arbeiten von zu Hause. 

Das bleibt nicht ohne Folgen: Jede:r Dritte berichtet über häufigere Rückenbeschwerden. Doch nicht nur der Körper leidet, auch die Psyche gerät unter Druck. Schon die allgemeine Stresslage in Deutschland ist alarmierend: Laut TK-Stressreport 2025 fühlen sich zwei Drittel der Menschen häufig oder manchmal gestresst und 42 Prozent der Erwerbstätigen regelmäßig durch ihre Arbeit verbraucht. Die BARMER-Studie „social health@work" zeigt auch, dass sich knapp ein Viertel der mobil Beschäftigten sozial isoliert fühlen. Und laut Analysen der Hans-Böckler-Stiftung liegt die Wahrscheinlichkeit, abends nicht von der Arbeit abschalten zu können, bei Homeoffice-Beschäftigten bei 45 Prozent, und ist damit mehr als doppelt so hoch wie bei Kolleg:innen, die ausschließlich vor Ort arbeiten.

Warum kommt Gesundheit im Homeoffice oft zu kurz?

Wenn der Nutzen so klar ist, warum handeln dann so wenige Unternehmen? Meistens liegt es an einem dieser drei Gründe:

  • Fehlende Sichtbarkeit: Im Büro fällt es auf, wenn jemand dauerhaft verspannt am Schreibtisch sitzt oder sich zunehmend zurückzieht. Im Homeoffice bleiben solche Warnsignale unsichtbar, bis sie sich in Krankmeldungen oder Kündigungen äußern.
  • Falsches Sicherheitsgefühl: Viele Entscheider:innen gehen davon aus, dass Homeoffice per se gesundheitsförderlich ist. Und ja, der Wegfall des Pendelns und die flexiblere Zeiteinteilung sind echte Vorteile. Aber ohne klare Strukturen kann genau diese Flexibilität zur Falle werden: Die Mittagspause fällt aus, der Feierabend verschiebt sich, der einzige Ortswechsel des Tages ist der Weg vom Schreibtisch zum Kühlschrank.
  • Unklare Zuständigkeit: Ist Homeoffice-Gesundheit ein Thema für HR, für den Arbeitsschutz oder für die Führungskräfte? Die Antwort: für alle drei. Und genau diese Querschnittsverantwortung sorgt dafür, dass das Thema häufig zwischen den Stühlen landet, wenn es nicht aktiv gesteuert wird.

Was Unternehmen konkret für gesundes Arbeiten im Homeoffice tun können

Es braucht nicht gleich ein groß angelegtes Gesundheitsprogramm, um etwas zu verändern – schon kleine Stellschrauben können Großes bewirken. In der Praxis bewährt haben sich vor allem diese vier Ansatzpunkte:

Den Arbeitsplatz zu Hause ernst nehmen

Der erste Schritt: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Beschäftigten wissen, wie ein gesunder Arbeitsplatz aussieht, und unterstützen Sie sie dabei, einen einzurichten. Das kann ein Zuschuss für Schreibtisch und Bürostuhl sein, eine ergonomische Beratung per Video oder schlicht eine Checkliste, mit der Ihr Team den eigenen Arbeitsplatz überprüfen kann. Denn wer acht Stunden in einer provisorischen Arbeitsecke sitzt, bekommt irgendwann Probleme, egal wie motiviert er oder sie ist.

Bewegung in den Arbeitsalltag einbauen

Im Büro bewegt man sich nebenbei: Treppen, Kantine, der Weg zum Meeting. Im Homeoffice fällt das meistens weg. Umso wichtiger ist es, aktiv Gelegenheiten dazu zu schaffen. Das muss kein aufwendiges Firmenfitness-Programm sein. Schon einfache Ideen helfen: „Walking Meetings" per Telefon statt Video, feste Bewegungspausen im Teamkalender oder der Zugang zu digitalen Fitness- und Sportangeboten, die Ihre Beschäftigten dann nutzen können, wenn es in ihren Tag passt.

Auf die psychische Gesundheit achten

Isolation und fehlende Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben gehören zu den häufigsten Risikofaktoren für die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Was hier helfen kann, ist weniger ein Programm als eine Haltung: Führungskräfte, die in Check-ins nicht nur nach dem Projektstand fragen, sondern auch nach dem BefindenTeamrituale, die über den reinen Arbeitsinhalt hinausgehen. Und niederschwellige digitale Angebote zur Stressbewältigung oder psychologischen Beratung – gerade für Beschäftigte, die nicht von sich aus den ersten Schritt machen.

Verpflegung nicht dem Zufall überlassen

Ohne Kantine oder gemeinsame Mittagspause fehlt im Homeoffice oft die Struktur rund um gesunde Ernährung am Arbeitsplatz. Dabei beeinflusst das, was Ihre Beschäftigten essen, direkt ihre Konzentration und Leistungsfähigkeit. Natürlich entscheidet am Ende jede:r selbst, was auf dem Teller landet, aber als Arbeitgeber:in können Sie die Grundlagen für eine bewusste Mittagspause schaffen. Mit einem steuerfreien Essenszuschuss, wie beispielsweise dem Pluxee Restaurant Gutschein, können Ihre Mitarbeiter:innen flexibel im Supermarkt, beim Bäcker oder beim Lieferdienst bezahlen. Das setzt einen täglichen Impuls, sich eine vollwertige Mahlzeit zu gönnen statt nur nebenbei am Schreibtisch zu snacken.

TippSteuerfreie Sachbezüge wie ein Essenszuschuss sind eine attraktive Alternative zur Gehaltserhöhung: Ihre Mitarbeiter:innen erhalten mehr Netto, und Sie als Arbeitgeber:in sparen Lohnnebenkosten. Eine Win-win-Situation für beide Seiten!

Pluxee Wellbeing: Die wichtigsten Gesundheitsthemen unter einem Hut

Bewegungsangebote, Ergonomie-Zuschüsse & Co. sind zwar sinnvolle Maßnahmen, aber eben nur einzelne Bausteine. Echtes Wohlbefinden am Arbeitsplatz entsteht erst, wenn alle Faktoren zusammenspielen, von mentaler Gesundheit über ausreichend Bewegung bis hin zu finanzieller Entlastung. Gerade im Homeoffice, wo sowohl die Kantine als auch der kurze Austausch mit Kolleg:innen auf dem Flur wegfallen, braucht es eine Lösung, die all das auffängt.

Und genau dafür gibt es Pluxee Wellbeing: Mit Zugang zu über 13.000 Partnern deutschlandweit, von Fitnessketten bis zu Apps wie Headspace oder Strava, können Ihre Mitarbeiter:innen flexibel wählen, was zu ihnen passt. Unternehmen zahlen einen festen Betrag pro Kopf. Weniger Aufwand für Sie, mehr Wohlbefinden für Ihr Team!

Fazit: Gesundheit im Homeoffice ist Chefsache

Homeoffice gehört heutzutage zur Arbeitswelt wie Kaffee zum Montagmorgen. Umso wichtiger ist es, Gesundheit und Wohlbefinden Ihrer Belegschaft nicht am Büroeingang enden zu lassen. Wer das Thema ignoriert, riskiert steigende Fehlzeiten, sinkende Produktivität und den Verlust guter Leute. Wer hingegen gezielt investiert, stärkt nicht nur die Gesundheit im Team, sondern auch die eigene Position als Arbeitgeber:in.

Der Einstieg muss auch nicht kompliziert sein: Schon ein durchdachtes Wellbeing-Angebot und eine aufmerksame Führungskultur können einen spürbaren Unterschied machen. Diese Gesundheitsmaßnahmen lassen sich auch wunderbar mit weiteren Benefits verbinden, etwa mit der Pluxee Benefits Card, den Multi Benefits oder dem Dienstradleasing, und so zu einem stimmigen Gesamtpaket weiterentwickeln.

Sie möchten mehr darüber erfahren? Auf dem Pluxee Blog finden Sie jede Menge weiteren interessanten Lesestoff aus der Welt der Benefits: etwa was die Top 10 Benefits für Azubis sind, wie Sie die Arbeitgeberattraktivität als Ausbildungsort steigern können, oder was es bei steuerfreien Geschenken für Mitarbeiter:innen zu beachten gibt. Viel Spaß beim Schmökern!