Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz: Wie Sie als Arbeitgeber:in davon profitieren

Wenn Sie an Wohlbefinden am Arbeitsplatz denken, stehen vermutlich Themen wie Bewegung, Ergonomie oder mentale Gesundheit ganz oben auf der Liste. Ein Faktor wird dabei häufig unterschätzt: die Ernährung. Dabei beeinflusst das, was Ihre Mitarbeiter:innen während des Arbeitstags essen, deren LeistungsfähigkeitKonzentration und Belastbarkeit ganz unmittelbar. Trotzdem wird eine ausgewogene Ernährung im Arbeitsalltag oft hinten angestellt, ob durch Zeitmangel, eingeschränkte Angebote oder stressbedingte Gewohnheiten. Für Sie als Arbeitgeber:innen liegt hier ein wirksamer Hebel, den Sie mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen aktivieren können. Erfahren Sie in diesem Beitrag, warum gesunde Ernährung am Arbeitsplatz ein strategisches Thema für Unternehmen ist, wo die größten Hürden liegen und welche Maßnahmen – vom Kantinenangebot bis zum steuerbegünstigten Essenszuschuss – wirklich wirken.

Was bedeutet gesunde Ernährung am Arbeitsplatz?

Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz umfasst mehr als den Obstkorb in der Teeküche: Ihre Beschäftigten sollten während des Arbeitstags regelmäßig, ausgewogen und bewusst essen können und dafür die richtigen Rahmenbedingungen vorfinden. Konkret heißt das: ausreichend Zeit für Mahlzeiten, Zugang zu nährstoffreichen Lebensmitteln und Angebote, die eine bewusste Ernährung erleichtern statt erschweren. Die gute Nachricht: Viele dieser Stellschrauben liegen im direkten Einflussbereich von Unternehmen – und wer sie nutzt, profitiert nicht nur von einem gesünderen Team, sondern auch von besseren betrieblichen Kennzahlen.

Aktuelle Lage in Deutschland: Wie essen Beschäftigte am Arbeitsplatz wirklich, und woran scheitert es?

Ein schnelles Brötchen am Schreibtisch, der Schokoriegel aus dem Automaten, die Tiefkühlpizza im Homeoffice: Für viele Beschäftigte sieht der Ernährungsalltag im Job ganz anders aus, als sie es sich eigentlich wünschen. Laut TK-Stressreport 2025 setzen zwar 46 % der Menschen in Deutschland bewusst auf gesunde Ernährung. Gleichzeitig nennen aber 26 % ungesunde Ernährung als konkrete Belastung für ihre Gesundheit. Der Wille ist also durchaus vorhanden, doch der Arbeitsalltag macht es vielen schwer, ihn auch umzusetzen.

Besonders junge Beschäftigte sind betroffen: Laut demselben Report fühlen sich 83 % der 18- bis 39-Jährigen häufig oder manchmal gestresst. 42 % geben an, sich durch ihre Tätigkeit oft abgearbeitet oder verbraucht zu fühlen. Was das mit Ernährung zu tun hat? Mehr als man vermuten würde. Denn unter Druck leidet die Ernährung oft zuerst. Wer gestresst ist, isst schlechter – und wer schlechter isst, ist weniger belastbar. So entsteht ein Kreislauf, der sich in Fehlzeiten, sinkender Produktivität und steigenden Gesundheitskosten niederschlägt. Wie hoch diese ausfallen können, zeigt ein Blick auf die Gesamtwirtschaft: Krankheitsbedingte Ausfälle kosten deutsche Unternehmen jährlich rund 82 Milliarden Euro. Die Frage ist daher nicht, ob Sie sich gesunde Ernährung am Arbeitsplatz leisten können, sondern ob Sie es sich leisten können, das Thema zu ignorieren.

Warum lohnt sich gesunde Ernährung am Arbeitsplatz für Unternehmen?

Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz zu fördern, ist keine reine Fürsorgemaßnahme. Sie lohnt sich auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht:

  • Weniger Fehlzeiten: Eine ausgewogene Ernährung stärkt das Immunsystem und kann dazu beitragen, krankheitsbedingte Ausfälle zu reduzieren. Angesichts der enormen volkswirtschaftlichen Kosten, die damit verbunden sind, ein Hebel mit erheblichem Potenzial.
  • Stabilere Leistungsfähigkeit: Regelmäßige, nährstoffreiche Mahlzeiten halten den Blutzuckerspiegel stabil und beugen dem berühmt-berüchtigten Nachmittagstief vor. Das wirkt sich unmittelbar auf die Produktivität aus.
  • Stärkere Mitarbeiterbindung: Laut der Wellhub-Studie „Work-Life-Wellbeing 2025" ist 88 % der Beschäftigten das Wohlbefinden am Arbeitsplatz genauso wichtig wie das Gehalt. Benefits, die den Alltag spürbar erleichtern, senden ein klares Signal der Wertschätzung.
  • Vorteile im Recruiting: 86 % der Beschäftigten ziehen laut derselben Studie bei der Jobsuche nur Arbeitgeber:innen in Betracht, die aktiv ins Wohlbefinden ihrer Teams investieren. Wer Ernährung als Teil eines attraktiven Benefit-Pakets positioniert, hebt sich im Wettbewerb um Top-Talente positiv ab.

Warum kommt gesunde Ernährung am Arbeitsplatz oft zu kurz?

Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Die wichtigsten betreffen weniger den individuellen Willen als die Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag:

  • Zeitdruck und fehlende Pausen: Eine bewusste Essenspause hat im durchgetakteten Arbeitstag oft keinen festen Platz, besonders in stressigen Phasen werden Mahlzeiten häufig verschoben oder ganz ausgelassen. Wenn Ihre Teamkultur signalisiert, dass Durcharbeiten die Norm ist, wird sich daran wenig ändern. 
  • Eingeschränktes Angebot vor Ort: Nicht jedes Unternehmen verfügt über eine Kantine. Und wenn doch, steht dort gerne Kalorienhaltiges auf der Speisekarte. Ohne gesunde Alternativen in Reichweite greifen Beschäftigte dann eben zum Schokoriegel oder zur Currywurst. Schon kleine Stellschrauben wie mehr Gemüse, Vollkorn oder frisches Obst machen es dem Team deutlich leichter.
  • Homeoffice, Außendienst und Schichtarbeit: Mitarbeiter:innen, die nicht regelmäßig vor Ort arbeiten, sind bei der Verpflegung weitgehend auf sich selbst angewiesen. Das bedeutet mehr Aufwand bei Planung und Zubereitung, und die Kosten liegen oft höher als in der Kantine. Gerade hier können Sie als Arbeitgeber:in gezielt unterstützen.
  • Soziale Dynamiken: Gemeinsames Snacken, der Kuchen zum Geburtstag, die Süßigkeiten im Meeting: Auch das Essverhalten im Team beeinflusst individuelle Gewohnheiten. Eine bewusste Ernährungskultur beginnt oft bei kleinen Signalen, etwa Wasser statt Softdrinks in Besprechungen oder Obst statt Keksen im Pausenraum.
  • Stress und emotionales Essen: Zucker- und fettreiche Snacks werden zur schnellen Kompensation zwischen Meetings oder Deadlines. Ein Muster, das Führungskräfte kennen sollten, um rechtzeitig gegenzusteuern.
  • Mangelndes Wissen: Nicht allen Beschäftigten ist bewusst, wie stark die eigene Ernährung Konzentration, Energiehaushalt und Stressresistenz beeinflusst. Wissensvermittlung kann hier ein einfacher, aber wirkungsvoller erster Schritt sein. Schon kurze Impulsvorträge, eine Infografik im Intranet oder ein gemeinsamer Meal-Prep-Workshop können hier Großes bewirken.
Übrigens: Gemeinsame Mittagspausen stärken nicht nur die Ernährungsgewohnheiten im Team, sondern auch den Zusammenhalt und die Kommunikation untereinander. Warum die Mittagspause ein echter Erfolgsfaktor ist und wie Sie sie gezielt fördern können, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag zum Thema.

Was Unternehmen konkret für eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz tun können

Wirksame Maßnahmen für eine gesündere Ernährung im Arbeitsalltag müssen nicht aufwendig sein. Entscheidend ist, dass sie zu den Gegebenheiten in Ihrem Unternehmen passen. Hier ein Überblick über Ansatzpunkte, die sich in der Praxis bewährt haben:

Verpflegungsangebot verbessern

Ob Kantine, Automat oder Pausenraum – ein kritischer Blick auf das bestehende Angebot lohnt sich. Mehr Gemüse, Vollkornoptionen und transparente Nährwertangaben können das Essverhalten spürbar beeinflussen. Auch Kooperationen mit regionalen Lieferdiensten oder frisches Obst fürs Team sind einfache Anpassungen, die auch ohne große Infrastruktur funktionieren.

Essenszuschuss anbieten

Gerade Beschäftigte ohne Kantine in der Nähe profitieren von einem steuerfreien Essenszuschuss. Lösungen wie der Pluxee Restaurant Gutschein lassen sich unabhängig vom Arbeitsort einsetzen und sind steuerlich attraktiv für beide Seiten.

Pausenkultur stärken

Schaffen Sie bewusst Raum für Essenspausen und signalisieren Sie, dass diese erwünscht sind. Führungskräfte haben hier eine Vorbildfunktion: Wer selbst regelmäßig Pause macht, macht es auch dem Team leichter.

Pluxee Wellbeing: Das Rundum-Sorglos-Paket für Ihr Team

Ernährung ist wichtig, ja – aber nur ein Teil des großen Ganzen. Denn echtes Wohlbefinden entsteht erst, wenn auch Bewegung, mentale Gesundheit und finanzielle Entlastung mitgedacht werden. Einzelmaßnahmen wie ein besseres Kantinenangebot oder ein Essenszuschuss sind ein guter Anfang; noch wirkungsvoller werden sie allerdings, wenn sie in ein ganzheitliches Konzept eingebettet sind.

Eine unkomplizierte Möglichkeit, genau das umzusetzen: Pluxee Wellbeing. Mit Zugang zu über 13.000 Partnern deutschlandweit, von Fitnessketten bis zu Apps wie Headspace oder Strava, können Ihre Mitarbeiter:innen flexibel wählen, was zu ihnen passt. Unternehmen zahlen einen festen Betrag pro Kopf, die Verwaltung übernimmt Pluxee. Eine Win-win-Situation für beide Seiten!

Fazit: Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz lohnt sich – für Ihr Team und Ihr Unternehmen

Wer gut isst, arbeitet besser: Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz verdient mehr Aufmerksamkeit, als sie in vielen Unternehmen bekommt. Denn sie wirkt sich direkt auf Produktivität, Mitarbeiterbindung und Fehlzeiten aus. Wenn Sie als Arbeitgeber:in die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, von einer bewussten Pausenkultur über ein verbessertes Verpflegungsangebot bis hin zum steuerfreien Essenszuschuss, stärken Sie nicht nur die Gesundheit Ihres Teams, sondern auch die Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens. Ergänzend lassen sich Ernährungsmaßnahmen mit weiteren Benefits verbinden, etwa mit der Pluxee Benefits Card, den Multi Benefits oder dem Dienstradleasing, und so zu einem stimmigen Gesamtsystem weiterentwickeln.

Sie möchten noch mehr zum Thema erfahren? Auf dem Pluxee Blog finden Sie allerlei Wissenswertes, etwa was die Top 10 Benefits für Azubis sind oder was es bei steuerfreien Geschenken für Mitarbeiter:innen zu beachten gibt. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Schmökern!